Essen packt an!

Warm durch die Nacht - Tourbericht 18.05.2019 von Cristina

Am Samstag den 18.05.2019 waren wir wieder auf Tour durch die Essener Innenstadt. Um 17 Uhr haben sich die ersten Helfer an der Garage getroffen, um alles für die Tour vorzubereiten.



Um 18 Uhr ging es dann auch schon los zu unserer ersten Station am Rheinischen Platz. Dort haben wir die ersten Bedürftigen angetroffen, die uns schon sehnsüchtig erwartet haben. Schnell bildete sich eine Schlange am Suppenfahrrad und es konnten auch schon die ersten Portionen Erbsen-Kartoffel-Suppe vom Sengelmannshof ausgeteilt werden. Dort hielten wir uns die meiste Zeit auf. Neben der heißen Suppe waren auch Heißgetränke, Hygiene-Artikel und Süßigkeiten sehr begehrt.

An unserer zweiten Station angekommen, trafen wir weitere Bedürftige an, die auf uns warteten. Dort hatten wir ebenfalls viel zu tun. Unter den Bedürftigen fiel eine Person unangenehm auf. Er sprach zunächst mit einen unserer Helfer und zeigte ihm ganz stolz seine Flasche Hochprozentiges, die er

in seiner Jacke versteckt hielt. „Die trinke ich heute“, sagte er und der Helfer appellierte, er solle doch mit dem Trinken aufhören. Er sagte ihm, dass wir es nicht tolerieren, dass Bedürftige mit Alkohol zu uns an das Suppenfahrrad kommen und wenn er Alkohol trinken wolle, er woanders hingehen müsse. Man merkte, dass der Bedürftige stark alkoholisiert war und Streit suchte. Zwei unserer Helfer schickten diese Person weg und machten deutlich, dass, wenn er sich so benehme, er von uns nichts mehr bekäme.

Bevor wir uns zu unserer dritten Station, dem Willy Brandt Platz, aufmachten, füllten wir noch mal Suppe nach. Fast 8 Liter Kartoffelsuppe aus der Dose füllten wir auf. Die Bedürftigen kommen mit viel Hunger zu uns und wir haben auch kein Problem, noch eine zweite Portion Suppe an diese zu verteilen, wenn genügend da ist.
Am Willy Brandt Platz angekommen, stellten wir uns wie immer vor der Bank auf und die Suppenausgabe konnte beginnen. „Kann ich noch eine Suppe bekommen, auch wenn ich schon eine gegessen habe am Rheinschen Platz“? „Wir haben genug Suppe da“ entgegnete derjenige, der an diesen Tag die Suppe aushändigte, und übergab ihm eine Portion. Die restliche Zeit verbrachten wir damit, die restlichen Backwaren, Obst, Suppe und Heißgetränke an die Bedürftigen zu verteilen. Auch die Gespräche mit unseren Schützlingen kamen nicht zu kurz.

Als wir damit fertig waren, gingen wir zurück zur Garage.
Dort verbrachten wir einige Zeit mit dem Reinigen des Suppenfahrrads, Verstauen der Bollerwagen und einem Nachgespräch der Tour.
Wenn du auch du uns mal kennenlernen möchtest, freuen wir uns sehr herzlich. Wir treffen uns dienstags und samstags um 17 Uhr vor unserer Garage. Mechthildisstraße Ecke Gerswidastraße.

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