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Unwetter Zentrale

Leserbrief vom 11.09.2015

"Hallo Markus.
Bin ja schon lange in der Gruppe "Warm durch die Nacht", bzw "verfolge" dich seit dem Sturm.
Du hattest vor ein paar wochen aufgerufen, wer den von den hunderten Mitlesern aktiv ist, oder mal aus den Pötten kommt.
Berechtigt!
Allerdings möcht ich dir sagen, dass euer Engagement nach dem Sturm sehr viele zum umdenken gebracht hat. Nachhaltig. Nachbarschaftshilfe, die Oma von gegenüber, einfach mehr Achtsamkeit füreinander. .... "

Danke! Dafür lohnt es sich jeden Tag aufzustehen!

Warm durch die Nacht - Tourbericht 08.09.2015 von Ingrid

Pünktlich um 18 Uhr starteten wir dank Birgit, Viola und Eli am Nord.
dort warteten bereits Melanie S., Benjamin, 2 neue Helfer: Christian und Elke sowie Rebecca aus der Anfangszeit von Warm durch die Nacht. Nach 5 Monaten war sie wieder dabei, super!
Unsere Neuen Chucki (Christian) und Elke waren sofort integriert, wie schon in den vorherigen Touren unsere Neuzugänge. Das macht richtig Spaß.
Micha brachte wieder Brot und Gebäck von Förster zu unserer Linsensuppe und Hühner-Nudelsuppe.
Wolfgang Freye, OB Kandidat der Linken, schaute zum Tourbeginn vorbei und versprach uns, nach dem Wahlkampf mit uns zu Laufen.
Nach einer halben Stunde am Nord zogen wir los und unser Sparschwein war bereits mit 2 großzügigen Spenden gefüllt.
Zum ersten Mal platzierten wir uns direkt am Haupteingang der Marktkirche, da unser alter Stellplatz nicht mehr zur Verfügung steht. Wir wurden, wie immer, schon sehnsüchtig erwartet. Bei der Suppenausgabe entstand schon eine fast familiäre Stimmung.
Die ersten Kleidungsstücke verließen unseren Bollerwagen und erfreuten ihre neuen Besitzer.
Relativ zügig ging es dann weiter zum Hbf. Wir immer, in der letzten Zeit, startete dort ein regelrechter Run auf Alles, was wir mit uns führten.
Allerdings saß die junge A. mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden. Melanie und Micha H. kümmerten sich um sie und riefen schließlich einen Krankenwagen. Micha begleitete sie zum Krankenhaus.
Dann kam, als es etwas ruhiger wurde, unser G. mal wieder nach uns schauen und fragte vorsichtig nach einem Schlafsack. seiner war vor längerer Zeit gestohlen worden und er besaß nur noch eine Decke.
Wie glücklich er war, als ich einen aus dem Bollerwagen zauberte.
Die ein oder andere Süßigkeit wechselte noch den Besitzer.
Alles lief wieder super reibungslos, obwohl so viele "Neue" dabei waren.
Der große Heißwasserbehälter war viel zu schnell leer und wir mussten leider lange auf neues heißes Wasser warten.
Für den Winter benötigen wir dringend noch einen weiteren Behälter mit Zapfhahn.
Gegen 20.30 waren wir wieder "ausverkauft" und um 21.30 Uhr konnten wir das geputzte Fahrrad samt Bollerwagen wieder unterstellen.
Micha H. kam noch, um mir von A. und dem Krankenhaus zu berichten.
Der spätsommerliche Abend klang sehr beschaulich bei einem Gespräch mit G. auf einer Parkbank am Wasser aus.
Am Freitag geht es wieder "Auf Tour".

Warm durch die Nacht - Tourbericht 04.09.2015

Wie immer trafen Famara, Ingrid und ich uns um 17 Uhr, um die Tour vorzubereiten.  Dadurch, dass wir diese Mal nicht selbst Suppe einfüllen mussten, konnten wir uns auf unseren Bollerwagen konzentrieren und ihn mit dringend nötiger und teils vorbestellter Kleidung, Schuhen, Hygieneartikeln, Schlafsäcken und auch Futter für unsere Fellnasen bestücken.
Am Nord erwartete uns Birgit, die Suppe vom Bonner Hof brachte. Und was für eine Suppe! - Mehr ein Eintopf mit richtig viel Gemüse, Würstchen und Kartoffeln. Schon bei dem Anblick lief einem das Wasser im Mund zusammen. Oh ja, heute würden unsere Leute richtig satt werden!
Der Rest des Tourenteams wartete ebenfalls dort.  Auch Marco Trauten, Mitglied des Essener Stadtrates für die BAL und Mitarbeiter der Essener Jugendhilfe wollte sich dieses Mal ein eigenes Bild machen was wir vor Ort tun und wie unsere Art der Hilfe aussieht. Er ist nicht der erste Politiker, der uns begleitete und hoffentlich nicht der letzte. Denn wir möchten jeden Politiker dazu einladen, einmal eine Tour mitzugehen, unabhängig der Parteizugehörigkeit und auch unabhängig von anstehenden Wahlen.
Schon am Nord verteilten wir die ersten Suppenportionen. Ein junger Mann, der gerade erst eine Portion entgegengenommen hatte, geriet unmittelbar danach mit zwei anderen in eine Auseinandersetzung. Es wurde gebrüllt, eine Bierflasche fiel in Scherben und wir hielten einen Moment die Luft an, ob es eskalieren würde. Zum Glück trennten sich dann doch die Kontrahenten, ohne, dass wir eingreifen mussten.
Wir vermissten unsere Stammkunden, die sonst immer schon am Nord auf uns zukommen.
Also setzten wir unsere Tour fort zur Marktkirche. Auch dort war es deutlich leerer als sonst. 
Wir wurden aufmerksam auf einen jungen Mann, der mit Becher in der Hand Passanten um Geld anbettelte. Wir sprachen ihn an und luden ihn ein, eine Suppe zu essen. Das lehnte er dankend ab, er habe gerade reichlich gegessen. Doch dann kam er zu uns, um sein Herz auszuschütten. Er sei aus dem Knast gekommen und im Wohnheim des CVJM untergekommen. Nun beklagte er sich, wie dort mit ihm umgegangen würde. Von 400 € Harz4 blieben ihm gerade mal 200 €.  Man gäbe ihm nur wenig Taschengeld, so dass er nicht mal Fahrgeld hätte, wenn er zum Amt müsse. Unseren Einwand, dass er, wenn er dort wohnen und essen könnte, dann natürlich auch seinen Obolus als Kostgeld abgeben müsse, wollte er nicht so recht hören. Er schimpfte und erklärte, er müsse das einfach mal jemandem erzählen. Zumindest hatten wir das Gefühl, ihm auf diese Art einen Gefallen zu tun, indem er seinen Ärger darüber bei uns einmal abladen konnte.
Nachdem wir einige wenige Portionen verteilt hatten, zogen weiter zum Dom. Wir waren gespannt, wie sich die Wahlveranstaltung der CDU am Nachmittag auswirken würde. Denn nur zwei Stunden vorher hatte

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Warm durch die Nacht - Tourbericht 01.09.2015

Als habe er einen eigenen Kalender, begann der Herbst termingerecht und es regnete bis kurz vor Tourbeginn, sodass wir ein wenig die Luft an hielten, ob es wieder so nass würde, wie bei der letzten Tour.
Doch dann hellte es sich zum Glück auf und wir bereiteten alles vor, trockneten noch die letzten Sachen, die noch von der Vortour nass waren und packten wohlweißlich schon mal wärmere Kleidung ein, denn die kommende Nacht sollte schon sehr frisch werden. Ingrid holte noch einen Schlafsack aus dem Lager, damit wir im Notfall jemanden für die Nacht ausrüsten könnten.
Als alles gerichtet war, eilten wir zum Nord, wo kurz darauf auch schon Micha uns die Spende von der Försterbäckerei brachte.
Wir lernten Benjamin kennen, der bei FB auf uns aufmerksam geworden war und nun das Ganze sich „mal ansehen“ wollte. Aus diesem „mal Ansehen“ wurde eine tolle Unterstützung und Mitarbeit während der gesamten Tour. Zu unserer großen Freude ist er inzwischen Gruppenmitglied und wir hoffen, dass er uns in Zukunft oft begleiten und unterstützen kann.
Irgendwie wollte diesmal unsere Suppe nicht schnell heiß werden, sodass wir eine ganze Zeit uns auf dem Platz vor dem Nord aufhalten mussten, bis wir die ersten Leute endlich versorgen konnten.
Das gab uns die Gelegenheit, einigen Leute schon einmal mit Gebäck, Kleidung und Kaffee zu geben. Als dann endlich auch die heiße Suppe verteilt war, gingen wir weiter zur Marktkirche.
Dort trafen wir unseren P. zum ersten Mal nach seinem Krankenhausaufenthalt wieder. Er machte einen sehr bedrückten Eindruck und war gerade im Gespräch mit einem Pater vom Dom, der sich ebenfalls sehr um ihn bemüht. Auch wir kamen mit diesem Pater ins Gespräch. Er wusste wohl darum, dass wir da ebenfalls am Ball sind und äußerte, er sei zunächst skeptisch gewesen, als er gehört habe, „Essen packt an!“ kümmere sich ebenfalls um P. Diese Skepsis konnten wir ihm im Gespräch dann aber wohl nehmen und er war ganz dankbar über die Infos, die er von uns P. betreffend bekam. Er will sich weiter stark machen für eine Perspektive für P.
Mich persönlich hat diese Begegnung beeindruckt: ein Pater, der in den Abendstunden, wie wir, nach den Leuten schaut und sich speziell um „Sorgenkinder“ besonders bemüht. Man merkte im Gespräch, dass ihm P. am Herzen liegt. Und mich freut, dass nicht nur wir den besonderen Bedarf in den Abendstunden erkannt haben. Noch ein Beweis, dass Streetworker gebraucht werden!
Wir konnten einige Leute mit warmer Kleidung versorgen und auch der vorsorglich eingepackte Schlafsack fand schnell einen Abnehmer.
Nachdem wir an der Marktkirche alle versorgt hatten, zogen wir weiter. Am Dom trafen wir niemanden an, also zogen wir gleich weiter zur Post. Auch hier spürten wir, dass Monatsanfang war und deutlich weniger Leute da waren, als sonst. Außerdem hatte hier kurz vorher eine Friedenskundgebung stattgefunden, wodurch sich unsere Leute wohl schon früh zurückgezogen hatten.
Wir verteilten die letzten

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Warm durch die Nacht - Tourbericht 20.08.2015

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Und es  war doch schon einiges aufgebaut für „Essen Original“ am Wochenende, sodass der Platz vor dem Café Nord, wo wir sonst immer die Tour starten bereits abgesperrt war. Auf der dortigen Bühne lief bereits der erste Soundcheck mit dermaßen aufgedrehten Bässen, dass sie in die Magengrube fuhren.
Also mussten wir um den Platz herum ein Stückchen weiter hoch vor die Kirche und hofften, dass uns sowohl unsere Bedürftigen, wie auch weitere Tourengänger dort auch finden.
Und schon bald standen die ersten Hungrigen am Suppenfahrrad, mussten sich dann aber noch eine Zeit gedulden, da die Suppe noch nicht heiß genug war. Dadurch war Zeit für Gespräche.
J. erzählte von seinen Plänen, am Wochenende bestimmte Bands hören zu wollen und dass er sich vorgenommen habe, möglichst früh dort hinzugehen, um auf jeden Fall auf den Platz vor dem Nord zu gelangen. Eigentlich klasse, dass unsere Leute wenigstens jetzt mal die Möglichkeit haben, kostenlos ein Live-Konzert zu erleben! Ganz nebenbei erwähnte J. dann, dass man ihm seinen Rucksack mit Geld und sämtlichen Papieren gestohlen habe. Er müsse das dann noch bei der Polizei anzeigen. Auf unseren Rat, das unbedingt schnellstmöglich zu tun, erklärte er sich bereit, nach dem Essen ein Stück mit uns zu gehen um dann zur Polizeiwache zu gehen. Es verschlug uns aber fast die Sprache, als sich dann im weiteren Gespräch herausstellte, dass der Diebstahl schon in der letzten Woche geschehen war und J. noch nichts unternommen hatte. Da wir noch auf die Gebäcklieferung durch Micha warten mussten, versorgten wir J. erst mal mit Suppe und konnten ihm sogar einen kleinen Rucksack geben.
Während wir noch weitere Leute versorgten, nun auch mit Gebäck, kam das marokkanisch/ungarische Paar, das schon bei der letzten Tour Rat bei uns gesucht hatte. Zum Glück ware

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