Essen packt an!

Bericht vom Seminar „Soziale Medien, Spontanhelfer und Bevölkerungsschutz“ 29. – 31.10.2018 (Solveig)

Heute möchte ich euch von dem Seminar in der AKNZ (Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz) in Bad Neuenahr-Ahrweiler berichten.

Alles begann damit, dass Ute in Essen packt an! nachfragte, wer Interesse hat, an dem Seminar für soziale Medien im Bevölkerungsschutz mit Spontanhelfern teilzunehmen. Außer mir meldeten sich noch 9 andere, die gerne mal mit hin möchten. Wir konnten aber nur 5 anmelden. Knapp 4 Wochen vor Beginn kam die Einladung bei mir zu Hause an und ich freute mich, dass ich wieder etwas über soziale Medien und Katastrophenschutz erfahren sowie nette Leute, mit denen man sich austauschen kann, kennenlernen durfte.
Am 29.Oktober brachte mich Stefan nach Bad Neuenahr-Ahrweiler zur AKNZ, wo ich mich mit 14 Seminarteilnehmern und 12 Dozenten austauschen konnte. Das Seminar begann mittags und wir waren alle gespannt, auf was wir uns da die nächsten 3 Tage einließen.

Die sozialen Medien sind sehr vielseitig nutzbar auch im Bevölkerungsschutz (BEV-S) / Katastrophenhilfe (KAT-H), wie wir durch einige Beispiele selber erfahren haben.
Es ging um die Fragen:
Wie binde ich Spontanhelfer / ungebundene Helfer und gebundene Helfer / Ehrenamtler mit ein bei einer Katastrophe (KAT).
Welche Gesetze muss ich beachten?
Wie erreiche ich die Bevölkerung?
Was ist bei einem Shitstorm zu machen?
Wie kann ich einer Panikattacke entgegen wirken?

Wir haben über den allgemeinen Einsatz der sozialen Medien im Bevölkerungsschutz Vorträge gehört, aber auch

über den Bevölkerungsschutz in Österreich und wie sie dort die sozialen Medien einbinden.
Zwischendurch hörten wir immer wieder etwas über aktuelle Rechtsfragen zum Bevölkerungsschutz. Was auch sehr interessant war, war, wie man den Kulturgutschutz in Katastrophensituationen behandelt und wie man Spontanhelfer einbindet. Markus dozierte über Essen packt an, wobei Fragen gestellt wurden, die er beantwortete.
Das DRK trug vor, wie sie ungebundene Helfer und Ehrenamtler mit einsetzen.
Das Forschungsprojekt zum bürgerschaftlichem Engagement namens ResOrt lernten wir kennen. Aber auch ein Vortrag „Wie gehe ich mit Kommentaren und Trollen in den sozialen Medien um“ weckte großes Interesse.
Ferner wurden die Themen Terror und Flüchtlingshilfe angesprochen. Ein Flüchtling aus Syrien berichtete über den sogenannten arabischen Frühlings.

Nach dem Abendessen wurde noch offen diskutiert bei einem Glas Wein oder Bier. Auch ein kleiner Abstecher nach Bad Neuenahr zum Killybegs Irish Pub hat uns kurz von zu viel Input verschnaufen lassen. Zu allen Themen konnten wir uns austauschen und viel lernen.

Wer auch mehr zu den Themen lernen möchte: Nur zu, es macht Spaß, sein Wissen zu erweitern. Mich hat es ein wenig nachdenklich gemacht, warum von den verschiedenen Städten oder Bundesländern im Katastrophenfall kaum Interesse besteht, sich mit Spontanhelfern auseinanderzusetzen. Ich denke, dass man da noch viele Möglichkeiten außer Acht lässt, wo man schneller gezielter helfen kann und nicht nur Bürokratie im Vordergrund stehen sollte.

Des Weiteren habe ich für die Kältebrücke/ Eiskalt helfen neuen Input bekommen, was wir einbringen können. Das Infomaterial, welches wir zur Verfügung gestellt bekommen haben, können wir zum Nachschlagen verwenden.

Am Abreisetag haben wir uns noch das kleine Städtchen Ahrweiler angesehen, wo wir ein Schild für Kulturgut entdeckten. Die Heimreise führte an den Weinbergen vorbei, versunken in Gedanken, was wir alles gelernt haben. Es war rundum toll, dass ich daran teilgenommen habe.


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