Essen packt an!

Warm durch die Nacht - Tourbericht 03.02.2016 von Ingrid

Klein aber fein.
 
Manchmal ist es schon verzwickt. Aus verschiedenen Gründen kommt einfach keine Tourgruppe zustande. Fabienne, als einzige angemeldet, ist keine Gruppe. Da Vroni, Micha und Janita in wichtiger Mission unterwegs waren, Abendschule, neuer Job oder andere wichtige Verpflichtungen einige von der Tour abhielten, beschlossen Fabienne und ich, allein zu gehen. In abgespeckter Version.
 
Gegen 17.45 Uhr konnte ich das Brot bei der Bäckerei Förster abholen. Dabei ergab sich ein sehr nettes Gespräch mit der Chefin. Sie würde so gern mal mit uns gehen, nur leider lässt es ihr Terminplan von Mo – Fr nicht zu. Aber, ich denke, wir werden es schaffen, mal eine Tour am Wochenende gemeinsam mit ihr zu starten. Wir bleiben dran. Schließlich möchten unsere regelmäßigen Spender auch mal mit eigenen Augen sehen, was wir mit ihren Spenden machen.
 
Da Fabienne auch erst um 18 Uhr am Altenheim sein konnte, war eine Suppentour schon aus diesem Grund nicht möglich. Diese erfordert eine langfristige Vorbereitung, die spätestens im Winter um 16 Uhr beginnen muss, um die Suppe auch am Nord direkt servieren zu können.
 

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Warm durch die Nacht - Tourbericht 29.01.2016 von Judith

- erst zögernd, dann doch richtig -
 
Noch bis zum Vormittag war unklar, ob die Tour überhaupt würde stattfinden können. Alle, die sich mit unserem Suppenfahrrad auskennen, waren verhindert und es gab nur eine feste Anmeldung für die Veranstaltung, und die von Adrian, der bisher erst eine Tour mitgegangen war. Telefonisch und per PN verständigten wir uns und beschlossen schließlich eine „Terrinen- und Gesprächstour“ auf die Beine zu stellen, notfalls mit zwei Leuten.
Doch dann kam wieder ganz wundersam alles anders: plötzlich hatten wir doch ein Team mit fünf Leuten zusammen: Fabienne, Melanie, Maren Adrian und ich, zwar alles keine Leute, die das Bedienen des Suppenfahrrades beherrschen, aber alle fünf hochmotiviert, diese Tour als „Terrinen-Tour“ durchzuziehen, damit sie auf keinen Fall ausfallen müsste.
 
Unser „Heinzelmännchen“ Ingrid war mittags zum Schuppen gefahren und hatte uns alles perfekt vorbereitet und uns dadurch vieles erleichtert. Eine Spende der Tafel lag bereit , Obst, Joghurt, Gebäck, Brot und Süßigkeiten und war von Ingrid noch mit weiteren Brotpäckchen ergänzt worden. Selbst heißes Wasser war schon in unseren Thermosbehälter gefüllt. So entschlossen wir uns kurzerhand, nun doch einen zweiten Bollerwagen einzusetzen und, entgegen unserer ursprünglichen Planung, doch auch Kleidung mitzunehmen.
 
Durch die Vorarbeit von Ingrid konnten wir uns recht früh auf den Weg machen. Als wir auf den Platz vor dem Café Nord zuliefen, sah ich eine große Truppe Leute und meinte erst schon, dass wir bereits erwartet würden. Als wir näher herankamen, stellte sich dann aber heraus, dass dort eine große Truppe der Dealer
zusammenstand und wohl ihrerseits auf Kundschaft wartete. Mein Eindruck ist, es werden immer mehr!
Das bestätigte dann auch unser J. , als er zu uns kam: "Boah, auf dem kurzen Weg hier zu euch bin ich viermal angesprochen worden, ob ich "was Weißes" brauche!“ (vielleicht sollte man sich in den Bemühungen um ein sauberes Stadtbild doch eher um den Rheinischen-, als um den Willy Brandt-Platz kümmern!?!)

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Warm durch die Nacht - Tourbericht 27.01.16 von Andreas

Hahn im Korb, oder: Qualität vor Quantität

Das hatte ich auch noch nicht, schaut Euch mal an wer gestern mit auf Tour gegangen ist; Birgit, Fabienne, Janita, Anna, Evy, Dr. Martina Merkt (neu im Team)….und ich; soll sagen, ein Mann, umgeben von 6 Frauen. Das nenne ich mal „Hahn im Korb“. Also Männer, wenn Ihr mal alleine unter Frauen sein wollt, müsst Ihr nur auf unsere Touren durch die City kommen „wink“-Emoticon.

Vroni und Michael hatten ein komplettes Auto voll mit Garderobe und Brot von der Bäckerei Förster. Und das ist nicht übertrieben, der Wagen war wirklich komplett voll.

Nun denn, dieser Abend sollte mehr oder weniger komplett verregnet sein. Zum Glück war es nicht besonders kalt. Dennoch war die Stadt ziemlich unterbevölkert und auch unsere Bedürftigen waren nicht in der sonst üblichen Mannschaftsstärke vertreten. Aber für jene, die zu uns kamen, waren wir wieder der verlässliche Ankerpunkt des Tages.

Die Suppe kam diesmal wieder vom Sengelmannshof aus Kettwig. Dass sie - wie üblich - sehr lecker sein musste, bewies allein die Tatsache, dass wir schon um 20:30 Uhr alles verteilt hatten.

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Warm durch die Nacht - Tourbericht 25.01.2016 von Ingrid

Back to the roots, mit dem Bollerwagen durch die Essener City
(wie vor 1 Jahr)

Wegen krankheitsbedingter Ausfälle und anderer Ursachen mussten wir heute auf das Suppenfahrrad verzichten. Eine rechtzeitige Vorbereitung war leider nicht möglich.
So zogen Hartmut, M., Rita und ich mit 2 voll bepackten Wagen zum Nord. Vorher hatten wir noch Spenden von Steffi und Rita aufgeladen.

Mir Verwunderung wurde unser kleiner Treck empfangen. „Ist das Fahrrad defekt? Nein, nicht, Gott sei Dank!“ war des Öfteren zu hören.

Die Brot und Gebäckspende von Förster musste erst mal auf dem Wagen in kleine Tüten verpackt werden, bevor wir an die Kleidung rankamen. Das heiße Wasser vom Abia benötigten wir heute auch für die 5 Min. Suppen.

Frank, Hans, Christian und Martin stießen heute zum 1. Mal zu uns als Tourbegleiter. Rita und Hartmut erklärten ihnen die Abläufe.
So manches Problem wurde bei einem Kaffee oder Tee mit unseren OfWlern besprochen oder nur mal die Sorgen mitgeteilt. Wir sind auch ein Gesprächsventil für den Einen oder Anderen, da sonst Niemand zuhört.

An der Marktkirche war heute mal wieder Hochbetrieb. Unermüdlich wurden die 5 Min. Terrinen mit Wasser gefüllt,  heiße Getränke, Brot, Gebäck, Obst und Süßes verteilt.
2 Schlafsäcke, Decken und Isomatte wechselten die Besitzer und sorgen in der Nacht für etwas Wärme. Hier brauchen wir wieder dringend Nachschub! Schlafsäcke und Isomatten, natürlich auch gebraucht, werden wieder dringend bei uns benötigt. Sie sind immer viel zu schnell weg. Leider halten

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Warm durch die Nacht - Tourbericht 23.01.2016 von Ingrid

Weitergemacht

Wie ihr bereits gelesen habt, mussten wir die Freitagstour abbrechen. Spontan beschlossen wir, sie am nächsten Tag, außerplanmäßig, weiterzuführen.
Brot und Suppen waren noch ausreichend da.
Unsere Lagerfeen Anja, und Andrea hatten mal wieder einen tollen Job gemacht und Alles zur Mitnahme in Kray bereitgelegt. Die angelieferten Spenden waren auch bereits wieder tip top verarbeitet.
Nachdem Famara, dank der frühen Vorbereitungszeit, unser Fahrrad auch von innen mal wieder auf Hochglanz gebracht hat, konnten Hartmut, Fabienne, Annika und ich pünktlich um 18Uhr mit der heißen Suppe starten.

Als wir ankamen, wartete Niemand auf uns, wir kamen ja auch unangekündigt! Das dauerte allerdings nicht lange. Wie aus dem Nichts kamen bekannte und unbekannte Gesichter zu uns.
Die Freude war groß, uns zu sehen.
Zu unserer Überraschung erhielten wir noch eine großzügige Sachspende gebracht, die ich allerdings, bis auf das Obst, erst mal in meinem PKW unterbringen musste. Wir werden die Sachen aber wunderbar am Montag einsetzen können. Lange Unterhosen, Socken und vieles andere.

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Warm durch die Nacht - Tourbericht 22.01.2016 von Judith

-Die Unvollendete –

Schon mittags hatte uns Andreas, der dieses Mal leider nicht mitgehen konnte, aus dem Lager in Kray warme Kleidung, Schlafsack, Isomatte und Suppenschalen geholt und zusammen mit den gespülten Suppenbehältern bereitgestellt. So konnten wir zügig die Tour vorbereiten, denn es würden wieder viele frierende Menschen auf uns warten.
Birgit hatte extra früh begonnen, das Suppenfahrrad zu richten, denn bei den Außentemperaturen braucht es eine Zeit, bis die Suppe heiß ist.
Ingrid und ich beluden die beiden Bollerwagen. Die Ladung wurde dann noch ergänzt mit Brot, süßen Gebäckstücken und Obst, das uns von der Essener Tafel gebracht wurde. Prima, wenn wir auf diese Weise unseren Lieben auch Vitamine zukommen lassen können!

Als alles vorbereitet war, kam Hendrik dazu und übernahm das Suppenfahrrad. Wir Frauen sind dann immer froh, wenn wir nicht dieses schwere Fahrzeug bewältigen müssen. Wir wagten nicht, weitere Fahrzeuge wie Hackenporsche dazuzunehmen, denn wir waren uns nicht ganz sicher, wie viele Tourteilnehmer dieses Mal für unseren Konvoi zur Verfügung stehen würden.

Zu unserer großen Freude bekamen wir dann am Cafe Nord Verstärkung von zwei neuen Tourbegleitern, Adrian und Ahmad, die uns sofort kräftig unterstützten, und auch unser Sebastian kam dazu. Gleich wurden alle mit eingespannt. Als Michael mit dem Brot und Gebäck von Förster ankam, halfen Adrian und Ahmad gleich beim Ausladen und Verstauen in die Körbe unseres Bollerwagens.

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Warm durch die Nacht - Tourbericht 20.01. 2016 von Andreas

- zu wenig ist besser als nichts, aber immer noch zu wenig -

Gestern waren wir wieder am Start. Wir, das waren Janita, Birgit, Melanie, Fabienne, Marco, Hartmut und ich. Später an der Porschekanzel stieß dann noch Basti dazu. Vroni hat im Lager mal wieder für die nötige Logistik gesorgt und Michael hat wie üblich alles, samt einer Kofferraumladung Brot von der Bäckerei Förster, zu uns in die City gebracht.

Es war eine Tour wie sie sein soll. Ingrid hatte das von der Realschule am Schloss Borbeck gespendete Essen abgeholt und zu uns geliefert. Es gab Grünkohl und Möhreneintopf.

An unserem Startpunkt am Café Nord hielten wir uns, wie mittlerweile üblich, sehr lange auf. Viele Menschen suchen uns bereits hier auf bzw. warten hier schon auf uns. Man bedenke, für viele Bedürftige ist das die erste Mahlzeit des Tages.
Und man verlässt sich auf uns, dass wir da sind und uns kümmern. Und das ist auch gut so, denn auf „Warm durch die Nacht“ und die Menschen hinter diesem Slogan ist Verlass; für viele Menschen, die hier in der Stadt leben, nicht selten das Einzige, worauf sie sich verlassen können.
Manchmal kommt es vor, dass ein „Neuer“ dabei ist, der nicht recht weiß wer wir sind und was wir hier tun. Interessant ist, dass wir selbst es ihr/ihm dann gar nicht erklären müssen. Das tun sehr eifrig unsere OfW’ler (OfW: Ohne festen Wohnsitz), die mit uns am Fahrrad und an den Wagen stehen. Sie sind sichtbar stolz darauf, es mit eigenen Worten zu beschreiben, dass wir uns hier in unserer Freizeit um bedürftige Menschen in unserer Stadt kümmern. Für sie scheint es wichtig, darüber ihre eigene Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen.

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Warm durch die Nacht - Tourbericht 18.01. 2016 von Andreas

- Jetzt geht’s an die Substanz -

Montag war es wieder soweit, Janita, Fabienne, Melanie, ein neuer Begleiter mit dem Namen Marco und ich waren am Start. Marco hat übrigens sehr gut mitgearbeitet und will auch zur nächsten Tour wieder mit dabei sein, tolle Sache!

Ich bringe mal die Fakten kurz zusammen: Wir haben innerhalb von 2,5 Stunden 40 große Dosen Suppe „raus gehauen“, unglaublich der Andrang an der Suppenausgabe. Streckenweise kamen wir kaum hinterher mit der Verteilung. Den Brotvorräten ging es nicht anders, sie sind quasi weg geschmolzen, wurden uns regelrecht aus der Hand gerissen.
Was in Sachen warmer Kleidung an den Bollerwagen los war, könnt Ihr euch wahrscheinlich vorstellen. Und mit dem heißen Wasser für Tee und Kaffee kamen wir auch nicht weit, Fabienne musste den großen Behälter neu füllen lassen im Abia, noch während wir am Café Nord standen.
Allen Tourbegleitern wurde gestern binnen kürzester Zeit klar, wie wichtig es war, an diesem Abend wieder loszuziehen. Uns wurde gestern sehenden Auges und ungeschönt vor Augen gehalten, dass es bei diesen eisigen Temperaturen für viele Menschen bereits ums Überleben geht, und das ist nicht dramatisiert. Der Bericht vom ersten kältetoten OfW’ler in Berlin spricht eine deutliche Sprache.
Man stelle sich das vor; Menschen, die uns in der Stadt begegnen, mit denen wir gemeinsam in unserer Stadt leben, kämpfen um das Allernötigste, während wir einfach nach Hause gehen können. Der Spagat zwischen reich und arm kann offensichtlicher nicht sein. Und wenn man auf Tour geht, bekommt man ihn quasi körperlich zu spüren; direkt vor der eigenen Haustür.

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Warm durch die Nacht - Tourbericht 15.01.2016 von Andreas

Heute mal aus einer anderen Perspektive:

Heute möchten wir mal einen Tourbericht verfassen, der sich nicht primär mit der Beschreibung der Verteilung an unsere Bedürftigen befasst, sondern mit Jenen, die das tun; mit den Tourbegleitern.

Was treibt uns, an einem nasskalten, verregneten Freitagabend durch die City zu ziehen, anstatt das Wochenende mit Freunden oder auf dem heimischen Sofa einzuläuten? Da kommen also Menschen aus allen denkbaren Himmelsrichtungen, um sich am Suppenfahrrad zu treffen und gemeinsam den Abend zu verbringen. Und dass nicht Jeder so recht nachvollziehen kann, was wir hier eigentlich tun, sieht man an manchen Blicken von vorbeiziehenden Menschen, die in der Stadt mit ihren Einkäufen beschäftigt sind. Schauen wir also mal in die Köpfe und Herzen derer, die gestern mit dem Suppentransport und diversen Bollerwagen bis in den späten Abend unterwegs waren.

Wir waren mit 6 Tourbegleitern unterwegs; Vroni, Birgit, Janita, Michael, Hartmut und ich. Woher also nehmen diese 6 Menschen ihre Motivation?

Birgit bringt es für sich schnell auf den Punkt: „Das ist einfach total mein Ding, Menschen zu helfen denen es wesentlich schlechter geht als mir selbst, und das einfach weil ich es kann. Die mir sehr häufig entgegengebrachte Dankbarkeit - und sei es nur für eine heiße Suppe - ist wie ein Geschenk für mich. Das ist es, was mich abends motiviert etwas zu bewegen, anstatt mich auf der Couch nicht mehr zu bewegen.“

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Warm durch die Nacht - Tourbericht 13.01.2016

Aufgrund der vielen Vorbestellungen, die Ingrid und Vroni schon vorher für die Tour vorbereitet hatten, waren schnell beide Bollerwagen packevoll. Vor allem Schuhe waren erbeten worden und die nahmen schon fast einen ganzen Wagen ein. Auch Orangen und Äpfel würden wir dieses Mal anbieten können.
Birgit machte das Suppenfahrrad flott. Zwei volle Behälter mit köstlicher Kartoffelsuppe vom Sengelmannshof waren vorab von ihr aus Kettwig abgeholt worden.
Bevor wir aufbrachen, entschieden wir dann, dass noch ein dritter Bollerwagen eingesetzt werden muss, denn schließlich erwarteten wir ja auch noch die regelmäßige Gebäckspende der Bäckerei Gebr. Förster , die Vroni und Michael uns immer direkt zum Cafe Nord liefern.



Dort angekommen, ging es weiter mit dem Packen. Ingrid und Micha holten den dritten Wagen, Rita lieferte uns dann noch Spenden, die inzwischen in der WiederbrauchBAR abgegeben wurden und die ersten Ofw’ler standen bereits am Suppenfahrrad und um unsere Wagen herum und äußerten die ersten Wünsche.
Dann hatten wir noch Besuch aus Oberhausen, Patrick und Jens, die uns bei der Tour über die Schulter gucken wollten, um auch für Bedürftige in Oberhausen eine Aktion zu starten.
Auch einen neuen Tourengänger konnten wir begrüßen, ein weiterer Michael, so dass zu unserem Team jetzt schon drei Michaels gehören!

Aber es war sehr schwer, hier

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